Pflanzenschutz 2002 : Mit High Tech zurück zur Natur . Sanfter intelligenter Pflanzenschutz von heute
Der Waldpilz Kiefernzapfenrübling

Die meisten Krankheiten unserer Kulturpflanzen werden durch Schadpilze verursacht. z.B. Mehltau, Rost, Blattdürre

Als die Innovation für die Bekämpfung dieser Pilzkrankheiten gilt die Entdeckung, daß der Waldpilz Kiefernzapfenrübling den natürlichen Stoff Strobilurin ausscheidet, durch den in unmittelbarer Nähe dieses Pilzes alle anderen Pilze als mögliche Nährstoffkonkurrenten ausgeschaltet werden. - Ein Pilz also, der andere Pilze bekämpfen kann.

Aus dem Naturstoff
Strobilurin haben Forscher durch gezielte Variationen
die
Strobilurin - Pilzbekämpfungsmittel hergestellt, die man in kleinster Menge in Wasser extrem stark verdünnen und anschließend mit den neuesten sogenannten Injektor-Düsen der Pflanzenschutzspritze
auf die Blätter der Kulturpflanzen sprühen kann. - Eine
biologische Krankheitsbekämpfung, die unsere Natur selbst erfunden hat.

Forschung und High-Tech ermöglichen erst die heutige Form des umweltfreundlichen Pflanzenschutzes

Düse erzeugt dicke Wasser- tropfen mit einge- schlossenen Luftbläschen

Pflanzenschutzgerät bei der Arbeit

So sieht ein gesunder, gut entwickelter Weizenbestand aus. Frei von allen Krankheiten.

Mit den Pilzbekämpfungsmitteln der 4. Generation lassen sich die wichtigsten Krankheiten unserer Kulturpflanzen gut bekämpfen. Hier einige Beispiele:

Blattdürre Septoria
Befall
an der Ähre
Mehltau
Blattflecken bei Befallsbeginn
Cercospora an Zuckerrübenblatt

Rüben werden vom Unkraut erdrückt. Rechts: gelungene Unkrautbekämpfung 2002 . Sanfter, intelligenter Pflanzenschutz von heute.










Pflanzenschutzgerät in Lenthe

Alle Pflanzenschutzgeräte müssen bei der Biologischen Bundesanstalt amtlich geprüft, anerkannt und registriert sein. Im Abstand von 24 Monaten muß jedes Gerät erneut auf den Prüfstand beim Pflanzenschutzgeräte - TÜV.
Ist alles in Ordnung, wird wie beim Auto eine TÜV-Plakette aufgeklebt.

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04.03.2003 Beim Pflanzenschutz - Geräte - TÜV
Der Computergesteuerte Prüfstand testet ganz präzise unser Pflanzenschutzgerät. Nur wenn der Computer keine Mängel feststellt, gibt es zum Schluss die vorgeschriebene TÜV - Plakette 2003

Der technische Fortschritt bringt nicht nur biologische Pflanzenschutzmittel, die aus der Natur stammen, sondern auch Pflanzenschutzgeräte,
die mit minimaler Dosis den optimalen Bekämpfungs -
erfolg erzielen. Nichts geht mehr ohne den
Computer für
die elekronische Dosierung und Überwachung.

Das Pflanzenschutzgerät wird von einem Computer
gesteuert und überwacht
Gesetzlich vorgeschrieben:
Das Bedienpersonal von Pflanzenschutzgeräten muß eine
Sachkundeprüfung nachweisen.

Im modernen Pflanzenbau gibt
es keine ungelernte Arbeitskräfte
mehr.

Pflanzenschutz im Jahre 2003
bedeutet:
Mit High Tech zurück zur Natur.
Fortschritt in einem rasanten
Tempo
Richtung Umwelt und Natur.
Alte Geräte werden verschrottet,
alte Pflanzenschutzmittel abge -
schafft.
Alle 3 Jahre muß im Pflanzenschutz alles wieder neu gelernt werden
denn Altes gilt dann nicht mehr.

Frühjahr 2003

auf unseren Feldern











Freitag, 12. Juli 2002
Gelesen in der
Hannoverschen Allgemeinen Zeitung :


NR. 160. FREITAG. 12. JULI 2002


SAGEN SIE MAL

Blattläuse sind in diesem
Sommer eine echte Plage.
Juliane Kaune fragte
WALTER RIECKMANN vom
Pflanzenschutzamt
Hannover, wie man den
SCHÄDLINGEN wirksam zu
Leibe rücken kann.

„Blattläuse am
besten einseifen“


Wie kommt es, dass sich Blatt- läuse manchmal explosionsartig vermehren?
Das Verhalten der Läuse hängt von vielen Faktoren ab. Ganz wichtig ist die Großwetterlage und das damit zusammen- hängende Pflanzenwachstum. Gut verteilte Niederschläge, wie dieses Jahr, sorgen
für einen gleichmäßigen Nährstoffstrom
in den Pflanzen und damit für ein Nahrungsüberangebot bei den Blattläusen. Deren Tendenz zur Massenvermehrung
kann zwar durch Kälteeinbrüche und
durch Nützlinge gebremst werden. Weil
dies im zurückliegenden Frühjahr nicht so richtig zusammenlief, kam es aber örtlich
zu Blattlausübervermehrungen, besonders
im süddeutschen Raum und in den neuen Bundesländern.

Welche Schäden richten Blattläuse an?
Vor allem Saugschäden durch den Entzug von Pflanzensäften und die damit verbundenen Ertragsausfälle bei Nutz-pflanzen. Dann gibt es Verkrümmungen
und Verdrehungen, an Zierpflanzen sowie klebrigen Honigtaubelag aus Blattlaus- exkrementen. Ganz wichtig ist auch, dass Blattläuse Viruskrankheiten übertragen können.

Wie kann man Blattläuse bekämpfen?
Natürliche Blattlausgegenspieler sind beispielsweise Marienkäfer und deren Larven, ferner die Larven von Flor- und Schwebfliegen. Leider entwickeln sich Nützlingspopulationen im Freiland oft zu langsam. Großflächige Blattlausbekäm-
pfung wird daher meist auf chemischem Wege durchgeführt.
Viele Hobbygärtner schwören auf Brennnesseljauche oder in Wasser gelöste Schmierseife, die an die Unterseiten
der Blätter gespritzt werden.


Ungeflügelte Getreideblattlaus
Geflügelte Getreideblattlaus im Herbst
Blattlaus - Massenvermehrung
Blattlausfressender Marienkäfer
Fotos und Angaben
zur Lebensweise heimischer Insekten
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.02.2002, Nr. 48, Seite 50

Natur und Wissenschaft

Kein Gaumenkitzel durch Biokost

Ernüchternder Test: Produkte nicht schmackhafter

Mit dem Kauf von Produkten aus ökologischem Landbau ist nicht nur die Hoffnung auf eine gesunde Ernährung verbunden. Die Konsumenten haben auch die Erwartung, dass sich der höhere Kaufpreis in einem besseren Geschmack niederschlägt. Während die gesundheitlichen Vorzüge schwer messbar sind, lassen sich geschmackliche Eigenschaften recht gut mit sensorischen Tests ermitteln. Die Ernährungswissenschaftler Diane Bourne und John Prescott von der University Otago in Neuseeland haben jetzt eine Reihe von experimentellen Befunden ausgewertet. Wie sie in der Zeitschrift "Critical Reviews in Food Science and Nutrition" (Nr. 1/2002) berichten, sind demnach Bioprodukte keineswegs schmackhafter als die Erzeugnisse aus konventionellem Anbau.

Mit drei Arten von Tests ist man den sensorischen Unterschieden zwischen organisch und traditionell angebauten Erzeugnissen auf den Grund gegangen. Diskriminationstests dienten der grundsätzlichen Frage, ob ahnungslose Probanden die beiden Kategorien im Blindversuch unterscheiden können. Bei den deskriptiven Tests wurden die geschmacklichen Merkmale der Erzeugnisse abgefragt. Bei den Präferenztests gaben die Teilnehmer schließlich ein geschmackliches Werturteil ab.

Bereits die Ergebnisse der Diskriminationstests waren ernüchternd. Sowohl Laien als auch geschulte Geschmacksprüfer bekamen eine ganze Palette von Produkten vorgelegt, von denen sie nicht wussten, ob sie aus ökologischer oder konventioneller stammten. Weder den Laien noch den Profis fiel ein Unterschied auf. Eine weitere Versuchsgruppe traf zwar eine Unterscheidung bei Spinat und Trauben, musste bei allen anderen Produkten aber passen. Bei einer großen Zahl von individuellen Vergleichen treten alleine durch Zufall einige Treffer auf, wie die neuseeländischen Wissenschaftler anmerken. Auch die deskriptiven Tests fielen für die Biokost nicht schmeichelhaft aus. Äpfel aus organischem und traditionellem Anbau wurden von den Testern als gleich saftig, süß oder herb beschrieben.


Doch den Tomaten attestierte eine Jury einen besseren Geschmack und eine schönere Farbe, wenn sie aus traditionellem Anbau stammten. Zwar schnitten organisch und herkömmlich angebaute Tomaten im Testurteil der geschulten Prüfer als gleich säuerlich, süß und bitter ab. Doch auch die Profis schätzten die herkömmlichen Tomaten als saftiger und knackiger ein. Den Präferenztests lässt sich ebenfalls kein Votum für die Biokost entnehmen. Kopfsalat und Bohnen aus organischem Anbau fanden bei den Testern kein größeres Entgegenkommen. Sie bevorzugten zwar biologischen Brokkoli, dafür lehnten sie biologische Möhren ab. Bei Grapefruits, Mais, Spinat und Tomaten war wiederum keine Präferenz auszumachen. Organisch gewachsene Kartoffeln gefielen den Testern zwar optisch besser, doch bei der Frage nach der Vorliebe ergab sich kein Unterschied.

Dass viele Konsumenten trotzdem darauf beharren, Biokost schmecke besser, hat nach Ansicht der Wissenschaftler wohl mehr mit psychologischen Gründen zu tun. Darauf lassen die Ergebnisse eines weiteren Experimentes schließen. Die Prüfer schätzen ein und dasselbe Produkt als schmackhafter ein, wenn man es mit dem Etikett "organisch angebaut" versah. Die Konsumenten hegen offenbar von vornherein erhöhte Erwartungen an den Geschmack der Biokost. Um die Spannung ("kognitive Dissonanz") zwischen dieser Erwartung und der realen Erfahrung abzubauen, passen sie ihre Einschätzung der Erwartung an. Dafür sind sie auch besonders motiviert, weil sie mehr Geld und Mühe für ihr Essen aufbringen.

ROLF DEGEN

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Frankfürt am Main

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